Augenärztliche Vorsorge ist unabdingbar für einen gesunden Reifungsprozess Ihres Auge.
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Grauer Star (Katarakt): Sehverlust durch Linsentrübung

Der Graue Star bzw. die Katarakt zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Auges. Es handelt sich um eine fortschreitende Linsentrübung, die das Sehen erschwert und unbehandelt bis zum Erblinden führen kann.

Eine Erkrankung am Grauen Star ist schmerzlos und schreitet meist langsam voran, so dass erste Symptome oft übersehen werden. Nur mit Vorsorgeuntersuchungen lässt sich die Katarakt frühzeitig erkennen und behandeln.

Der Name „Grauer Star“ stammt von der grauen Verfärbung der Pupille, die bei weit fortgeschrittener Erkrankung mit bloßem Auge sichtbar ist, und dem starren Blick, den erblindete Personen häufig entwickelten.

Die medizinische Bezeichnung „Katarakt“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Wasserfall“, denn eine Erklärung für die Krankheit lautete früher, dass bei Betroffenen eine Flüssigkeit hinter dem Auge herunterrinnt.

Mit zunehmendem Alter trübt sich bei fast allen Menschen die Linse des Auges. Ein Grauer Star entwickelt sich daraus nicht zwangsläufig. Ab einem Alter von 75 Jahren leiden jedoch rund 38 Prozent der Männer und sogar 50 Prozent der Frauen unter einer Linsentrübung, die ihre Lebensqualität spürbar einschränkt.

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Im Alter trüben sich die Linsen fast zwangsläufig ein. Bei Menschen ab 75 Jahren sind wahrscheinlich mehr als 90 Prozent von einer Linsentrübung betroffen. Diese entwickelt sich oft, aber nicht immer, zum Grauen Star, der die Lebensqualität deutlich einschränkt.

Ablauf einer Katarakt-Operation

Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) zählt zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt und wird allein in Deutschland jährlich rund 700.000-mal durchgeführt. Bei diesem Eingriff setzt der Operateur zunächst mit einem Skalpell oder mit einem Laser einen nur wenige Millimeter langen Schnitt in die Hornhaut des dafür betäubten Auges. Anschließend wird die getrübte Augenlinse per Ultraschall oder mit einem Laser zerkleinert und aus der Linsenkammer abgesaugt, damit an ihrer Stelle eine neue Kunstlinse eingesetzt werden kann.

Katarakt-Operationen sind bei der Behandlung des Grauen Stars schon seit Jahrzehnten Routine, um bei Fortschreiten der Erkrankung die drohende Erblindung abzuwehren. Der Eingriff dauert nur etwa 20 Minuten und läuft in rund 98 Prozent der Fälle völlig ohne Komplikationen ab.

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Katarakt-Operation: Der richtige Zeitpunkt

Wann eine Katarakt-Operation durchgeführt werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn ausschlaggebend ist heute vor allem, wie stark sich der bzw. die Betroffene durch die Erkrankung im Alltag eingeschränkt fühlt. In der Regel entscheiden Patient:in und Augenarzt bzw. Augenärztin gemeinsam, wann der richtige Zeitpunkt für die Operation des Grauen Stars gekommen ist.

Zu den Kriterien, auf deren Basis Sie die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt einer Katarakt-OP treffen sollten, zählen daneben auch rechtliche Vorgaben, z. B. zur erforderlichen Mindest-Sehstärke für Autofahrer, sowie Vorgaben in einigen Berufen.

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Das Bild zeigt eine Patientin nach der Grauen Star OP

Symptome, Ursachen und Behandlung des Grauen Stars

Ein Grauer Star (Katarakt) beginnt meist im Verborgenen. Im frühen Stadium ist die Trübung der Linse noch nicht auffällig und verursacht keine Einschränkungen. Da ein Grauer Star zudem eher langsam voranschreitet und in der Regel beide Augen zugleich betroffen sind, nehmen Patienten Veränderungen oft nicht wahr. Auch Schmerzen entstehen durch einen Grauen Star nicht.

Zu den ersten erkennbaren Symptomen eines Grauen Stars gehört eine erstmalig auftretende Kurzsichtigkeit. Bisher normalsichtige Menschen müssen eventuell zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fernbrille tragen, während zuvor fernsichtige Menschen eventuell wieder ohne Brille lesen können. Diese Kurzsichtigkeit ist jedoch in der Regel nur vorrübergehend. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung geht immer mehr Sehfähigkeit verloren.

Durch die Trübung der Augenlinse erscheint die Umgebung wie durch einen Schleier oder Nebel gesehen: Konturen verschwimmen, Farben und Kontraste verblassen. Eventuell kommt es auch zu Doppelbildern, weil das Licht beim Durchqueren der Linse gestreut wird.

Ein typisches Katarakt-Anzeichen ist die Verschlechterung des räumlichen Sehens: Betroffene können sich schlechter im Raum orientieren, finden sich an neuen Orten weniger gut zurecht und sind im Straßenverkehr oft unsicher. Hinzu kommt, dass am Grauen Star erkrankte Personen oft sehr blendungsempfindlich sind. Dies äußerst sich z. B. bei nächtlichen Autofahrten oder auch, wenn sie mit Blitzlicht fotografiert werden. Alltägliche Tätigkeiten wie Lesen oder Fernsehen werden zunehmend anstrengend.

Im Spätstadium ist die graue Verfärbung der Linse sogar mit bloßem Auge erkennbar. Unbehandelt kann die Person erblinden.

Eine Sonderform ist der angeborene Graue Star. Bei Kindern, die mit einer Katarakt zur Welt kommen oder diese in den ersten Monaten oder Jahren entwickeln, ist häufig ein Schielen zu bemerken. Ein stark ausgeprägter Grauer Star ist auch als Verfärbung in der Pupille erkennbar. Besonders bei Kindern sollte die Katarakt schnell behandelt werden, damit sich ein gesundes Sehen entwickeln kann und ein unbeschwertes Leben möglich ist.

Ein Grauer Star (Katarakt) kann viele Ursachen haben. Je nachdem, was einer Erkrankung zugrunde liegt, wird zwischen verschiedenen Typen des Grauen Stars unterschieden:

Die häufigste Form des Grauen Stars ist der Altersstar (Cataracta senilis). Er ist für rund 90 Prozent der Erkrankungen verantwortlich. Die Gründe für das Entstehen eines Altersstars sind noch nicht abschließend erforscht. Die Linsenverfärbung entsteht durch einen Flüssigkeitsverlust und nachlassende Flexibilität, wie sie für die Augenlinse im Alter typisch sind. Das Linsengewebe verändert sich dadurch und wird für Licht weniger durchlässig.

Nach dem Alter sind Stoffwechselerkrankungen die häufigste Ursache für einen Grauen Star. Hier ist insbesondere Diabetes zu nennen, welcher die Entstehung der Katarakt (Cataracta diabetica) begünstigt: Überschüssiger Zucker lagert sich dabei im Linsengewebe ein, wodurch sich dessen Struktur verändert. Während der Schwangerschaft kann dieser Prozess auch beim Ungeborenen zu einer Erkrankung am Grauen Star führen. Andere Stoffwechselerkrankungen, die z. B. den Kalzium- oder Eisenstoffwechsel oder die Nebenschilddrüse betreffen, können ebenfalls einen Grauen Star verursachen. Auch Stoffwechselstörungen der Augenlinse selbst können die Ursache für einen Grauen Star sein.

Seltener wird ein Grauer Star durch eine Erkrankung des Auges ausgelöst (Cataracta complicata), bspw. durch eine Entzündung oder eine starke Kurzsichtigkeit. Auch eine Verletzung des Auges, bspw. eine Prellung, Stichverletzung oder ein tief ins Auge eingedrungener Fremdkörper, kann noch nach Jahren oder sogar Jahrzehnten einen Grauen Star (Cataracta traumatica) hervorrufen.

In seltenen Fällen ist der Graue Star angeboren. Etwa ein Viertel der Fälle des angeborenen Grauen Stars sind genetisch bedingt (Cataracta congenita), etwa durch angeborene Fehlbildungen des Auges. Die restlichen Fälle gehen zumeist auf Infektionen der Mutter während der Schwangerschaft zurück (z. B. mit Masern, Röteln, Herpes oder Toxoplasmose).

Auch, wenn ein Grauer Star meist altersbedingt ist, gibt es einige Möglichkeiten, sein Auftreten hinauszuzögern. Zu den Risikofaktoren, die es zu meiden gilt, gehören starkes Rauchen und Trinken sowie Drogenkonsum. Außerdem begünstigt eine dauerhafte Einnahme von Kortison das Entstehen eines Grauen Stars. Bei Aufenthalten in der Sonne sowie beim Skifahren sollten Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille schützen und bei gefährlichen Arbeiten eine Schutzbrille tragen, um Verletzungen am Auge zu vermeiden.

Je nachdem, an welcher Stelle der Linse die Trübung auftritt, wird der Graue Star in drei verschiedene Formen unterteilt: Der Rindenstar bzw. die Rindenkatarakt (Cataracta corticalis) betrifft die äußeren Bereiche der Linse. Das Gesehene verschwimmt dadurch, was sowohl das Sehen auf kurze wie auch auf weite Entfernungen beeinträchtigt. Das Auge wird zudem zunehmend blendungsempfindlicher.

Bei der hinteren subkapsulären Rindentrübung (Cataracta subcapsularis posterior) sammelt sich eine Flüssigkeit unter der hinteren Linsenkapsel. Besonders das Sehen auf kurzen Entfernungen ist beeinträchtigt. Diese Form des Grauen Stars schreitet schneller voran als andere und betrifft häufig jüngere Menschen.

Der Kernstar bzw. die Kernkatarakt (Cataracta nuclearis) führt zu Verhärtungen im Zentrum der Linse, wodurch das Nahsehen eingeschränkt wird. Diese Form tritt oft im Alter auf und schreitet eher langsam voran.

Die Diagnose eines Grauen Stars findet beim Augenarzt bzw. der Augenärztin statt und beginnt mit einer Anamnese. Der Arzt fragt Sie dabei, ob Ihnen Augenerkrankungen in Ihrer Familie bekannt sind und Sie an sich selbst mögliche Symptome wie unscharfes Sehen oder ein Verblassen von Farben und Konturen bemerkt haben. Auch Erkrankungen, die einer Katarakt zugrundeliegen können, wie bspw. starke Kurzsichtigkeit und verschiedene Stoffwechselerkrankungen, werden erfragt. Ihre Lebensgewohnheiten, Ernährung, Medikamente etc. können ebenfalls für die Diagnose von Bedeutung sein.

Zur Diagnose eines Grauen Stars gehört außerdem meist ein allgemeiner Sehtest, bei dem Sie Reihen von Buchstaben oder Zahlen von einer Tafel ablesen. Im Anschluss an Anamnese und Sehtest führt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschiedene Untersuchungen durch: Beim Brückner-Test wird das Auge durchleuchtet. Liegt ein Grauer Star vor, sind dabei Schatten auf dem Auge erkennbar. Bei einer Spaltlampenuntersuchung wird das Auge mit einem Mikroskop betrachtet. So erkennt Ihr Arzt genau, welcher Teil des Auges von Veränderungen betroffen ist, kann die Form des Grauen Stars beurteilen und die richtige Behandlungsmethode auswählen.

Zur Diagnose des Grauen Stars gehören auch Untersuchungen, um festzustellen, ob Sie zugleich an anderen Augenkrankheiten wie dem Grünen Star (Glaukom) oder einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) leiden, die ebenfalls behandelt werden müssen.

Eine Behandlung des Grauen Stars ist nur operativ, nicht mit Medikamenten möglich. Bei der Operation wird die Hornhaut des Auges mit einem Skalpell oder per Laserstrahl geöffnet und die getrübte Linse entweder mit Ultraschall oder mit extrem kurzen Laserimpulsen zerkleinert. Anschließend wird die zerteilte Linse abgesaugt und eine neue Kunstlinse an ihrer Stelle ins Auge eingesetzt.

Die Operation eines Grauen Stars (Katarakt) dauert nur etwa 20 Minuten und wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Patient erhält dafür Augentropfen zur Betäubung sowie ein leichtes Beruhigungsmittel, ist aber während der gesamten OP ansprechbar. Im Einzelfall ist natürlich auch eine Vollnarkose möglich.

Ein Grauer Star (Katarakt) schreitet in den meisten Fällen nur langsam voran und schränkt das Sehen anfangs oft kaum ein. Bereits im mittleren Stadium der Erkrankung wird jedoch zu einer Operation geraten. Ein weit fortgeschrittener Grauer Star erschwert die Behandlung, da notwendige Voruntersuchungen schwieriger werden.

Die OP des Grauen Stars gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland. Rund 98 Prozent der Katarakt-Operationen verlaufen ohne Komplikationen. Bei mehr als 90 Prozent der behandelten Patienten verbessert sich das Sehvermögen durch die Operation deutlich. Oft kann es sogar vollständig wiederhergestellt werden.

Was können wir für Sie tun?

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In unserem Augenzentrum führen wir die Katarakt-Operation rund 1.000 mal im Jahr durch. Unsere Augenärzt:innen besitzen viel Erfahrung und operieren nach den neuesten Methoden der Ophthalmologie (Augenheilkunde).

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin im Augenzentrum Klatt, um das weitere Vorgehen bei Ihrer Grauen Star-Therapie zu besprechen.

Augenzentrum Klatt
T 0 42 41 - 80 30 19 0

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