Augenärztliche Vorsorge ist unabdingbar für einen gesunden Reifungsprozess Ihres Auge.
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Grüner Star (Glaukom): Schädigung von Netzhaut und Sehnerv

Der Grüne Star bzw. das Glaukom ist nicht eine einzelne Augenkrankheit. Vielmehr werden unter diesem Begriff mehrere verschiedene Erkrankungen des Auges zusammengefasst.

Kennzeichnend für den Grünen Star ist, dass die Netzhaut des Auges sowie der Sehnerv geschädigt werden. Meist geschieht dies durch einen zu hohen Augeninnendruck, der die Blutversorgung von Netzhaut und Sehnerv einschränkt. Die Gründe dafür können vielfältig sein.

Der Name „Glaukom“ stammt aus dem Altgriechischen: glaukós bezeichnet unter anderem die (grau-)blaue Farbe des Meeres. Bei einer chronischen Entzündung des Auges, wie sie beim Glaukom auftreten kann, verfärbt sich die Regenbogenhaut und nimmt einen ähnlichen Farbton an.

Im mittelalterlichen Frankreich wurde aus dem Grau-Blau des Meeres die grünliche Farbe des Nordatlantiks. Der Begriff „Star“ schließlich stammt vom starren Blick erblindeter Menschen.

Der Grüne Star betrifft i. d. R. Menschen ab 40 Jahren und wird mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher. Unbehandelt schreitet er bis zur Erblindung voran.

Einmal eingetretene Schäden sind nicht mehr umkehrbar. Dennoch können Augenärzt:innen das Glaukom bei rechtzeitiger Diagnose aufhalten. Mit Medikamenten oder einer Operation wird dafür der Augeninnendruck gesenkt, so dass die Netzhaut und der Sehnerv keine weiteren Schäden erleiden.

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Ein erhöhter Augeninnendruck ist nur bei etwa der Hälfte der Glaukom-Patienten nachweisbar. In den restlichen Fällen kommt es bereits bei normalem Druck zu Schäden an Netzhaut und Sehnerv. Grund ist häufig eine Schwächung der Blutgefäße, etwa durch Gefäßverengungen. Ein Glaukom kann aber auch erblich bedingt sein.

Therapie des Grünen Stars

Sobald ein Grüner Star (Glaukom) diagnostiziert wurde, sollte er schnellstmöglich behandelt werden. Denn die Erkrankung schreitet schnell voran und verursacht Schäden an der Netzhaut und am Sehnerv, die in der Regel irreversibel sind, also nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Abhängig vom Auslöser des Grünen Stars kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage. In vielen Fällen erfolgt die Behandlung über die Gabe von Augentropfen. Je nach Wirkstoff verringern diese die Produktion des im Auge gebildeten Kammerwassers, das den Augeninnendruck erzeugt, oder sie verbessern dessen Abfluss. Manchmal wird ein Grüner Star (Glaukom) aber auch operiert, etwa wenn die Gefäße, über die das Kammerwasser abfließt, nicht richtig ausgebildet oder aus verschiedenen Gründen blockiert sind.

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Laser-Operation zur Behandlung des Grünen Stars

In einem gesunden Auge fließt das Kammerwasser über das Trabekelwerk, ein Netzwerk feinster Gefäße, aus dem Augeninneren ab. Ist das Trabekelwerk nicht richtig angelegt oder sind Gefäße verschoben oder verklebt, sammelt sich zu viel Kammerwasser im Auge: Der Augeninnendruck steigt und kann Netzhaut sowie Sehnerv schädigen. Eine Operation ist in der Lage, die Produktion des Kammerwassers zu verringern oder dessen Abfluss zu verbessern.

Vielfach kommen dafür Laser zum Einsatz. So werden bei der Selektiven Laser-Trabekuloplastik (SLT) einzelne Trabekeln gezielt beschädigt, um das Wachstum neuer, gesunder Zellen zu fördern. Bei der YAG-Laser-Iridotomie wird hingegen ein winziges Loch in die Regenbogenhaut (Iris) geschnitten, durch welches das Kammerwasser abfließen kann. Bei der Zyklo-Photo-Koagulation werden Teile des Ziliarkörpers mit einem Laser zerstört, um die Menge des produzierten Kammerwassers zu verringern.

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Symptome, Ursachen und Behandlung des Grünen Stars

Der Grüne Star (Glaukom) gilt als eine sehr tückische Augenkrankheit, denn Betroffene merken oft lange nichts davon. Die typischen Symptome treten meist erst dann auf, wenn bereits eine erhebliche Schädigung des Sehnervs vorliegt. Umso wichtiger ist es, dass Sie bereits erste Anzeichen richtig deuten.

Schon früh schränkt sich beim Grünen Star das Sichtfeld ein: Die Ränder des wahrgenommenen Bildes verschwimmen zunehmend. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto enger wird das Sichtfeld, ein „Tunnelblick“ entsteht. Dadurch fällt die Orientierung im Raum zunehmend schwerer. Insbesondere beim Autofahren ist dies gefährlich, da Personen am Fahrbahnrand übersehen werden. Später verschlechtert sich auch die Sehschärfe im Zentrum des Sehfelds.

Ebenfalls typisch für den Grünen Star ist, dass sich das Auge nur noch schwer an veränderte Lichtverhältnisse anpassen kann. Auch die Wahrnehmung von Farben und Kontrasten ist oft eingeschränkt.

Bei einem chronischen Glaukom kommt es zu Gesichtsfeldausfällen (Skotomen), also blinden Flecken. Diese entstehen meist am Rand des Sehfelds und verengen dieses bogenförmig. Es sind aber auch Skotome im Zentrum des Sehbereichs möglich. Häufig scheinen helle Lichtquellen von farbigen Ringen oder Höfen umgegeben, da das Licht im Auge gebrochen wird. Augen- und Kopfschmerzen sind typisch.

Beim akuten Glaukom bzw. Winkelblock treten diese Sehstörungen sehr plötzlich auf. Der Augapfel ist stark verhärtet, oft reagieren die Pupillen nicht mehr auf den Lichteinfall. Begleitet ist ein Glaukomanfall meist von starken Augen- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit. Es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall, der unbehandelt innerhalb weniger Stunden zur Erblindung führen kann.

Ein angeborenes Glaukom äußert sich oft schon bei Säuglingen in vergrößerten Augen („Kuhaugen“), Lichtempfindlichkeit, einer getrübten Hornhaut und tränenden Augen. Nur eine frühe Behandlung schützt vor Erblinden.

Ein Grüner Star (Glaukom) entsteht durch einen zu hohen Augeninnendruck, welcher zu Schäden an der Netzhaut und am Sehnerv führt. Die Gründe und damit die Ursachen für den zu hohen Augeninnendruck können dabei sehr verschieden sein.

Gemessen wird der Augeninnendruck in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Normalerweise liegt er zwischen 10 und 21 mmHg. Er dient dazu, dem Auge seine Form zu geben und alle Bestandteile des Auges in der richtigen Position zu halten. Erzeugt wird er vom Kammerwasser, das die vordere und hintere Augenkammer ausfüllt. Dieses wird vom Ziliarkörper produziert, der „Aufhängung“ der Augenlinse, und fließt beständig durch das Trabekelwerk, ein feines Gefäßnetzwerk, wieder aus dem Auge ab.

Ein Glaukom entsteht dann, wenn der Augeninnendruck sehr nahe an oder sogar über dem Perfusionsdruck (dem Blutdruck in der Aderhaut des Auges) liegt. Netzhaut und Sehnerv werden dann nicht mehr ausreichend durchblutet, was zu bleibenden Schäden führt.

Ein zu hoher Augeninnendruck kann durch Fehlbildungen des Trabekelwerks, die Verlegung einzelner Gefäße oder auch (meist altersbedingte) Ablagerungen in den Gefäßen entstehen. In diesen Fällen fließt das Kammerwasser nicht mehr richtig ab und staut sich im Auge. Ein Glaukom kann aber auch bei normalem Augeninnendruck entstehen, insbesondere dann, wenn die Blutgefäße geschädigt sind.

Risikofaktoren für das Auftreten eines Grünen Stars sind unter anderem:

  • hoher Blutdruck
  • sehr niedriger Blutdruck
  • hohe Blutfettwerte
  • Diabetes
  • krankhafte Gefäßverengungen
  • bestimmte Autoimmunerkrankungen
  • schwere Entzündungen am Auge
  • starke Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • Rauchen

Die Wahrscheinlichkeit eines Glaukoms ist erblich bedingt. Zudem treten Glaukome bei Menschen mit dunkler Hautfarbe häufiger auf.

Beim Grünen Star wird, abhängig vom Zustand des Kammerwinkels (des Berührungspunkts von Hornhaut und Iris, in dem das Kammerwasser abfließt), zwischen Offenwinkelglaukomen und Engwinkelglaukomen unterschieden.

Bei Offenwinkel- bzw. Weitwinkelglaukomen ist der Kammerwinkel nicht verengt. Das Kammerwasser kann wegen einer Verlegung oder Verstopfung im Trabekelwerk nicht richtig abfließen. Nach der Diagnose werden diese Glaukome i. d. R. mit Medikamenten behandelt, manchmal wird auch operiert.

Das primäre Offenwinkelglaukom ist für rund 90 Prozent aller Glaukom-Fälle verantwortlich und basiert meist auf altersbedingten Abflussstörungen im Trabekelwerk. Beim sekundären Offenwinkelglaukom liegt die Ursache für die Abflussstörung in einer Verlegung der Gefäße, etwa infolge von Entzündungen oder aufgrund eines Tumors.

Bei einem Engwinkel- oder Winkelblockglaukom ist der Kammerwinkel verengt. Dies kann genetisch bedingt, aber auch infolge einer Erkrankung der Fall sein.

Bei einem akuten Winkelblock kann plötzlich gar kein Kammerwasser mehr abfließen, so dass der Augeninnendruck innerhalb weniger Stunden stark ansteigt. Ohne eine rasche Behandlung droht vollständiges Erblinden.

Eine Variante des Grünen Stars ist das Normaldruckglaukom, bei dem der Augeninnendruck im normalen Bereich von 10 bis 21 mmHg liegt.

Beim angeborenen (kongenitalen) Glaukom ist das Trabekelwerk nicht richtig ausgebildet oder durch embryonales Gewebe blockiert. Symptome zeigen sich hier meist schon im ersten Lebensjahr, können aber noch bis zum frühen Erwachsenenalter auftreten.

Die Diagnose eines Grünen Stars (Glaukoms) beginnt mit einer Anamnese: Ihr Augenarzt wird Sie u. a. fragen, ob Sehstörungen aufgetreten sind und ob Grunderkrankungen, Risikofaktoren oder eine familiäre Vorbelastung vorliegen. Anschließend folgt eines Untersuchung Ihres Auges auf Anzeichnen einer Erkrankung, bspw. Rötungen oder eitrigen Ausfluss.

Mit einer Augeninnendruckmessung bestimmen unsere Augenspezialisten Ihren aktuellen Augeninnendruck. Viele, aber nicht alle Glaukom-Erkrankungen sind mit einem zu hohen Augeninnendruck verbunden. Auch bei gesunden Augen steigert ein hoher Druck das Risiko, am Grünen Star zu erkranken.

Um Schädigungen des Sehnervs zu erkennen, untersuchen wir Ihr Auge mit einer Spaltlampe sowie mit einem Papillen-OCT. Letzterer erzeugt ein detailreiches 3D-Bild Ihres Sehnervs und macht es möglich, Anzeichen eines Grünen Stars bereits mehrere Jahre vor dem Auftreten erster Symptome zu erkennen.

Eine Gesichtsfeldmessung bringt schließlich Aufschluss darüber, ob bzw. wie stark Ihr Sehvermögen durch einen Grünen Star (Glaukom) bereits eingeschränkt ist. Ein Auge ist dabei verdeckt; das andere erfasst Lichtquellen im Bereich des peripheren Sehens. So lassen sich blinde Flecken ausfindig machen.

Sobald ein Grüner Star (Glaukom) diagnostiziert wurde, sollte schnellstmöglich mit der Behandlung begonnen werden, um weitere Schäden zu verhindern. Die Behandlungsmethode hängt vom jeweiligen Glaukom sowie vom Stand der Erkrankung ab.

Bei einer medikamentösen Behandlung erfolgt die Gabe des Medikaments i. d. R. in Form von Augentropfen, die dauerhaft genommen werden müssen. Sie hemmen die Produktion von Kammerwasser oder verbessern dessen Abfluss, um so den Augeninnendruck zu senken.

Eine Operation wird beim Grünen Star meist zusätzlich zur medikamentösen Therapie durchgeführt. Je nach gewählter OP-Methode werden dabei die vorhandenen Abflusswege eröffnet oder neue Öffnungen im Kammerwinkel oder der Regenbogenhaut (Iris) geschaffen, damit das Kammerwasser ungehindert abfließen kann.

Eine alternative Operation des Grünen Stars ist es, Teile des Ziliarkörpers, in dem das Kammerwasser gebildet wird, mit einem Laser oder durch Erfrieren zu zerstören, um auf diese Weise die Menge des produzierten Kammerwassers zu verringern.

Was können wir für Sie tun?

Team_1400

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin im Augenzentrum Klatt, um das weitere Vorgehen bei Ihrer Grünen Star-Therapie zu besprechen. Unsere Augenärzte:innen besitzen viel Erfahrung und operieren nach den neuesten medizinischen Leitlinien.

Augenzentrum Klatt
T 0 42 41 - 80 30 19 0

Kommen Sie zu unserer Kindersprechstunde in Bassum oder Weyhe

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